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Piwik als Alternative zu Google Analytics

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In meinem letzen Bericht habe ich über Google Analytics und ein evtl. damit verbundenes Risiko berichtet. Hier möchte ich kurz eine Alternative zu Google Analytics vorstellen.

piwik

Piwik. Man erkennt sofort Ähnlichkeiten zu dem Tool von Google. Das Prinzip ist auch sehr ähnlich. Genau wie bei Google Analytics wird ein Stück JavaScript Quellcode in den HTML-Code der zu analysierenden Webpräsenz eingefügt, der dann diverse Daten an Piwik übermittelt.

Anders als bei Google Analytics ist jedoch der Umstand, dass Piwik als Analysetool auf dem eigenen Server gehostet werden kann und die aufbereiteten Analysen unter eigener URL oder Domain zur Verfügung gestellt werden. Bei Google Analytics hingegen werden die auszuwertenden Daten an Google übermittelt und dort für den Nutzer unter einem Webfrontend optisch aufbereitet zur Verfügung gestellt.

Piwik ist Open Source Software unter GPL Lizenz. Man kann Piwik auf http://piwik.org/ kostenlos herunterladen. Wer einen eigenen Server betreibt oder Webspace mit MySQL Datenbankunterstützung besitzt, kann dieses Web Analytics Tool sehr einfach installieren.

Ich finde Piwik ist wirklich eine gute Alternative zu Google Analytics. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass Google über die Daten aus Google Analytics verfügt und somit ein ideales und kostengünstiges Marktforschungsinstument besitzt und hervorragend Internetnutzungsprofile erstellen kann.

Auch wenn Piwik in meinen Augen eine gute Alternative zu Google Analytics darstellt, befreit es den Nutzer nicht davon die Besucher seiner Webseite darauf hinzuweisen, dass gewisse Nutzungsdaten erhoben werden.

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Linux – FTP-Server mounten

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In den vergangenen zwei Tagen habe ich mich mit dem Problem beschäftigt, dass ich Speicherplatz eines FTP-Servers als Backupspeicher nutzen möchte.

Nun hieß es den freigegebenen FTP-Server mit folgenden Daten richtig einzusetzen:

  • IP: 123.456.789.111
  • User: gelma
  • Passwort: gelmapasswd

Da mein Server in Düsseldorf steht und diesen Blog und noch einige andere Projekte hostet und ich nicht zusätzliche Ressourcen auf meinem Server durch prozessorlastige oder speicherfressende Anwendungen verbrauchen wollte, musste eine einfache und ressourcenschonende Lösung her.

Ich bin Konsolenfetischist! Grafische Benutzeroberflächen verschwenden in meinen Augen nur wichtige Ressourcen, insbesondere auf Hardware, die nicht als Desktop-Client sondern als Server genutz werden. Also kam die Installation des X-Servers für mich nicht in Betracht. Eine Lösung auf Konsolenebene musste her.

Im Endeffekt gab es zwei Möglichkeiten, die für mich in Frage kamen. Zum einen ein FTP-Tool finden, das eine minimale grafische Unterstützung bietet wie Yast oder FTP-Verbindungen nur mit Hilfe der Konsole aufbauen.

Möglichkeit 1 – Midnight Commander:

midnightcommanderAls erstes kam mir der Midnight Commander (MC) in den Sinn. Er bietet sehr schöne Möglichkeiten Daten zu verwalten. Außderdem kann über Ihn auch eine Verbindung zu FTP-Servern eingerichtet werden. Klasse, dachte ich und schob via MC Daten auf den FTP-Server. Ich hatte nie zuvor den MC genutzt und wollte ihn natürlich näher kennenlernen. Beim Browsen durch die Menüs ist mir unter „Options“ der Punkt „Virtual FS“ aufgefallen.

Ich bin schon lange genug in Sachen Linux im „Geschäft“, um zu erkennen, was dies beteuten kann. Im gleichen Augenblick, als mir dieser Begriff auffiel, war für mich die Möglichkeit mit Hilfe des MC Daten via FTP auf einen FTP-Server zu übetragen gestorben.

Möglichkeit 2 – curlftpfs:

Der Begriff „Virtual FS“ schreit für mich förmlich nach mount. Andere Filesysteme lassen sich doch auch ohne Probleme an ein Linux-System anhängen. Nach einigem Suchen bin ich schließlich auf den Begriff „curlftpfs“ gestoßen. Mit Hilfe dieses Tools ist es mir dann auch gelungen. Ich habe es installiert (Abhängigkeiten zu libcurl und FUSE habe ich durch deren Installation beheben können) und folgenden Befehl auf der Konsole als root ausgeführt:

curlftpfs gelma:gelmapasswd@123.456.789.111 /FTP-Verzeichnis

Hinweis: Das im Befehl angegebene Verzeichnis muss vorher erstellt sein, ansonsten wird der Befehl nicht ausgeführt.

Schon ist der Speicherplatz des angegebenen FTP-Servers unter /FTP-Verzeichnis verfügbar. Das absolut prositive an der ganzen Sache ist, dass ich nun all meine Backupskripte so nutzen kann, als würde ich mein Backup in ein normales Verzeichnis schreiben wollen. Herrlich!

Tipp:

Wer beim Installieren Hilfe benötigt oder auf Probleme stößt sollte sich den Beitrag „FTP-Server unter Linux mounten“ von Jens Kruppa durchlesen. Dort gibt es viele Hilfestellungen bei verschiendensten Problemen.

Leider habe ich seinen Beitrag erst gefunden, als bei mir schon alles lief. Ich hätte mir viel Mühe ersparen können.

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WinSCP – Daten durch die Firewall

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In dem Artikel „SSH auf Port 443…“ habe ich bereits ausführlich darüber berichtet, wie ein Serveradministrator trotz Firewall auch z.B. vom Arbeitsplatzrechner seinen Rootserver/V-Server nahezu unbemerkt verwalten kann.

Um einen Server richtig zu administrieren kommt der Administrator oft nicht darum herum Daten auf den Server zu übertragen. In der Regel wird aber vom Arbeitgeber ein Datentransfer per FTP oder SCP durch entsprechende Firewalleinstellungen unterbunden.

Da das SCP-Protokoll ebenfalls auf dem SSH-Protokoll basiert und die Administration des gewünschten Servers bereits wie im genannten Artikel funktioniert, besteht nun die Möglichkeit auf dieser Welle mitzuschwimmen und mit dem Tool WinSCP nach angepassen de Einstellungen fast unbemerkt Daten vom Server und zum Server zu laden.

Die serverseitige Konfiguration bleibt dabei wie im Artikel „SSH auf Port 443…“ identisch. Clientseitig ist WinSCP wie folgt einzurichten. Hier beschränke ich mich auf zwei Screenshots und nur kurzen Erklärungen:

Zunächst muss WinSCP gesagt werden welcher Proxy mit welchem Port zur Datenübertragug mit dem HTTP-Protokoll genutzt wird. Darüber läuft dann auch der Internetdatenverkehr an der Firewall vorbei. Hier sind natürlich die richtigen Daten des Proxy zunächst in Erfahrung zu bringen und anschließen hier einzutragen.

Im zweiten Schritt gebe ich WinSCP die Verbindungsdaten bekannt. Durch Angabe der Portnummer 443 spiele ich dem Proxy meines Arbeitgebers vor, dass ich verschlüsselte Internetdaten übertrage. Durch Auswahl des Protokolls die Daten nun tatsächlich verschlüsselt und man kann dann nach einem Klick auf „Login“ die Datenübertragung zum und vom Server beginnen. Für einen Netztwerkadminstrator sieht es oberflächlich so aus, als würden verschlüsselte Internetseiten aufgerufen.

wscp2

wscp1

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Zwei Excel-Instanzen parallel ausführen

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Zwei Excel-Instanzen parellel auszuführen ist für mich gängige Praxis. Ich habe an meinem Computer zwei TFT-Bildschirme (Dual-Head) angeschossen und da macht es Sinn zwei unterschiedliche Excel-Tabellen nicht in einer Excel-Instanz auszuführen, sondern beide nebeneinander in verschiedenen Excel-Instanzen zu öffnen. Dieses erleichert die Arbeit in vielen Fällen enorm.

Ein Ereignis an meinem Arbeitsplatz und anschließendes „googeln“ zeigte mir, dass es offensichtlich nicht sehr bekannt ist, dass man auch zwei Excel-Instanzen nebeneinander ausführen kann. Dabei ist die nicht einmal ein Trick oder gar schwierig zwei Excel-Instanzen nebeneinander und völlig unabhängig voneinader laufen zu lassen.

Nach dem man eine Excel-Tabelle geöffnet hat und damit die erste Instanz, ist man geneigt die zweite benötigte Excel-Datei direkt aus dem Dateiexplorer zu öffnen. Um Systemressourcen zu schonen, wird die neu zu öffnende Datei jedoch in der gleichen und bereits bestehenden Excel-Instanz geöffnet. Zwar erkennt man, dass in der Taskleiste zwei Excel-Dateien geöffnet sind. Jedoch nur in einer Instanz.  Zu erkennen in der Excel-Menüleiste unter Fester.

Möchte man also zwei Excel-Instanzen nebeneinander ausführen, muss lediglich nachdem die erste Instanz bereits gestartet ist über den Direktlink zu Excel eine zweite Instanz geöffnet werden. Im Anschluss daran kann per Drag & Drop oder über Datei öffnen aus Excel die gewünschte zweite Datei geöffent werden.

Nun hat man zwei voneinander unabhängige Excel Anwendungen laufen, die man nach Wunsch auf dem Dual Head verschieben kann.

Hoffe geholfen zu haben…

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SSH auf Port 443…

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… Wozu soll genau das gut sein? Eine frage, die ich mir auch gestellt habe. Jetzt, da ich auch eigene Unix-Server in Düsseldorf und Nürnberg stehen habe, kann ich diese Frage genau beantworten.

Genau wie viele andere, bin ich voll berufstätig und habe eine zweite Einnahmequelle. Das Betreiben von eigenen Servern. Im Grunde nichts außergewöhnliches. Spannend wird es jedoch, wenn dadurch Abhängigkeiten zu Kunden bestehen. Dann wird es plötzlich sehr wichtig, dass die Server auch laufen.

Alle diejenigen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden, werden ihren Server in der Regel fernadministrieren. Die wohl gängigste Methode, dieses zu tun, ist wohl SSH (Secure Shell).

Die standardmäßige Kommunikation zwischen Client und Server findet über Port 22 statt.

Um nun auf die Ausgangsfrage zurückzukommen; Aber warum sollte man ausgerechnet den Port 443 für die SSH-Verbindung wählen?

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self-made secure Password

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Die heutige Zeit und der damit einhergehende technische Wandel verlangt uns immer mehr ab. Besonsers sind wir gefordert, wenn wir uns im Internet bewegen und den ein oder anderen Dienst benutzen. Bei fast jeder Anmeldung bei einem Dienst im Internet wird von uns verlangt ein Passwort anzugeben.

Da ja allgemein bekannt ist, dass man keine Wörter aus dem Sprachgebrauch, Eigennamen oder einfache Tastenkombinationen wie z.B. 1qw23er4 benutzen sollte, steht man oft vor einem kreativen Problem.

Was nehme ich denn mal als Passwort?

Die Lösung in solchen Fällen kann dann jedoch so einfach sein. Unter Fachinformatikern sehr bekannt ist die Passphrase.

Hier bildet jeder Anfangsbuchstabe evtl. sogar mit Satzzeichen eines frei gewählten Satzes das Passwort.

Beispiel:

Satz: Komm an Mammas zwei Brüste, mein Sohn!
Passwort: KaM2B,mS!

So ist es möglich ein recht sicheres Passwort zu generieren, welches durch die Assoziation mit dem Satz auch noch gut zu merken ist. Dabei ist es sinnvoll im Satz vorkommende Wörter für Zahlen im Passwort nummerisch anzugeben.

Es sollte darauf geachtet werden, dass ein Mix aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen verwendet wird. Mit jeder verwendeten Zeichenart und mit jedem zusätzlichem Zeichen verringert sich die Wahrscheinlichkeit, dass ein Angreifer das Passwort herausfindet.

Mir selbst sind auf diese Weise ausgedachte Passwörter noch nie entfallen. Passwörter, die ich jedoch durch die zahllosen Passwortgeneratoren hab erzeugen lassen, habe ich bisher alle vergessen.

Versuch es einfach mal…

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Webserver Apache durchstarten

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Apache ist wohl der am weitesten verbreitete Webserver. Ein Leben als Webseiteninhaber bringt immer neue Erkenntnisse zum Apache, die es erforderlich machen, dass der Webserver neu gestartet werden muss.

Webserver Neustart (normal bzw. graceful)

Ein Neustart des Webservers ist sehr leicht. Dazu gibt es einen Befehl (Es gibt noch mehr Möglichkeiten, gehe hier jedoch nicht darauf ein…). Ein Neustart kann nur mit root-Rechten ausgeführt werden:

  1. /etc/init.d/apache2 restart ->(Standard)
  2. rcapache2 restart -> (Suse Linux typisch)

Nachteil

Ein solcher Neustart hat aber bei viel frequentierten Webseiten einen großen Nachteil. Alle bestehenden Prozesse des Webservers werden beendet und damit die evtl. bestehenden Clientverbindungen. Dieses ist oft nicht gewünscht.

Lösung – graceful restart

Der Webserver kann auch „Anwenderfreundlich“ neu gestartet werden. Dabei werden alle Clientverbindungen solange aufrecht bis die Verbindung von Nutzer selbst unterbrochen wird. Erst dann wird auch diese Verbindungen beendet.

  1. /etc/init.d/apache2 graceful (Standard)
  2. rcapache2 graceful -> (Suse Linux typisch)

Verwandte Themen:

Permalinks in WordPress ändern
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MySQL – automatischer Restart

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Serverumzug

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Es ist vollbracht. Endlich bin ich mit meinen sämtlichen Domains und auch mit diesem Blog auf einen anderen Server umgezogen. Die vorherige Lösung eines V-Servers hat mir nicht mehr gefallen. Die Performace war schlecht, das Arbeiten auf der Konsole oft sehr zeitintensiv und der Support meines alten Providers war mehr als dürftig.

Klar, alle Aufgaben hat der V-Server noch bewältigen können, aber die stätig ansteigende Besucherzahl hätte irgendwann zu einem Problem fürhen können.

Ich freue mich, durch den Umzug auf einen richtigen Server, nun die Leistung bieten zu können, die man im allgemeinen von Webseiten bei entsprechender Bandbreite erwartet.

Der Server:

Prozessor:
AMD Athlon 64 X2 5600+ Dual Core
Arbeitsspeicher:
2 GB DDR2
Festplatte:
2 x 500 GB SATA II
Netzwerkkarte:
1 GBit

Das in aller Kürze. Damit sollte ich für die kommenden Herausforderungen gut gerüstet sein.

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Aspire one – Desktop anpassen

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In meinem Bericht Acer Aspire one habe ich bereits meine Meinung zum Acer in der Linuxversion niedergeschrieben. Obwohl ich auf den Acer ein anderes Linux installieren würde, kann ich ja dennoch kurz beschreiben wie man den Desktop nach eigenen Wünschen anpassen kann.

Bei dem Acer Aspire one setzt man auf eine leicht verständliche grafische Oberfläche, die mit XML gestaltet wurde. Man muss nun nicht großartig Programmieren können um doch Anpassungen vornehmen zu können.

In der Datei /home/user/.config/xfce4/desktop/group-app.xml (öffnet in neuem Browserfenst) ist die Konfigruration für den Desktop abgelegt. Wenn man sich die Datei auf dem Aspire one anschaut, stellt man schnell fest, dass hier die Verknüpfungen zu den einzelnen Anwendungen konfiguriert werden. Ich gehe jetzt hier nicht auf jede Zeile ein, aber durch Ein- und Auskommentieren einzelner Zeilen in den definierten Gruppen, kann man Anwendungen ein- oder ausblenden.

Das Hinzufügen neuer „app sequence“ in eine Gruppe ermöglicht es neu installierte Anwendungen ebenfalls auf dem Desktop anzeigen zu lassen. Die dabei zu definierenden „sequence=“Nummer„“ gibt die Reihenfolge der Anwendungssymbole (Icons) vor. Vergibt man hier doppelte ID´s werden die Symbole übereinandergelegt. Sieht nicht sehr schön aus.

Hier ein kleiner Ausschnitt aus der Datei:

<group>
<id>8</id>
<sequence>7</sequence>
<directory_file exec=““ tag_background=“/usr/share/backgrounds/images/green-bk-title.png“>/usr/share/desktop-directories/Files.directory</directory_file>
<background_picture>/usr/share/backgrounds/images/green-bk-large.png</background_picture>
<app is_arrow=“1″ name=““ sequence=“0″>/usr/share/applications/green-back.desktop</app>
<app sequence=“1″>/usr/share/applications/Document.desktop</app>
<app sequence=“3″>/usr/share/applications/Picture.desktop</app>
<app sequence=“2″>/usr/share/applications/Music.desktop</app>
<app sequence=“4″>/usr/share/applications/Video.desktop</app>
<app sequence=“5″>/usr/share/applications/Download.desktop</app>
<app sequence=“6″>/usr/share/applications/Thunar.desktop</app>
</group>

Wer noch etwas tiefer einsteigt, kann sogar den Desktop nach seinen eigenen Wünschen in Farbe und Form neu definieren. Das ist aber viel „Fummelarbeit“ und erfordert einige Kenntnisse in XML-Programmierung.

Viel Spaß…

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Acer Aspire one

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Heute war es soweit. Ich bekam das Acer Aspire one zum Testen. Das Aspire one gibt es in zwei (ungeachtet der Farbauswahl). Eine Linux- und eine Windows XP Variante.

Zum Testen hatte ich die Linuxvariante mit 1.6 GH Atom Prozessor, 8 GB SSD Flasch Speicher und 512 MB Arbeitsspeicher. Nur, um einmal die technischen Eckdaten genannt zu haben.

Da ich als eingesessener Linuxer weiß, was mit diesen Leistungsmerkmalen möglich sein sollte, bin ich voller Erwartung auf gute Performance gewesen.

Der Aspire one, der dem Eee-PC von Asus die Stirn bieten soll hat fast den Boom verpasst. Ich bin in der glücklichen Lage auch den Eee-PC getestet zu haben und muss leider feststellen, dass mich der Aspire one auf ganzer Linie enttäuscht hat.

Zwar liegt der Aspire one in Sachen Optik und Ergonomie weit vor dem Eee-PC, aber die Performance war gefühlt jedoch schlechter als beim Eee, obwohl die Leistungsmerkmale etwas anderes hätten vermuten lassen.

Die Stuktur des Desktop eben so intuitiv wie beim Eee-PC. Hier ist es Geschmackssache des Anwenders. Vorteilhaft beim Aspire one fand ich jedoch, dass zu jedem „Hauptthema“ direkt auch Anwendungen auf dem Startbildschirm zu sehen waren.

Die Anwendungen sind Standardanwendungen, die man bei Linux findet. So findet man beim Aspire one nahe zu die gleiche Software wie beim Eee-PC. Zum Beispiel OpenOfice.org Mozilla Firefox. Besser Einfacher als beim Eee-PC ist die Netzwerkverwaltung aufgebaut. Ich hatte jedoch das Gefühl, dass ich nicht so viele Möglichkeiten hatte, mein Netzwerk nach meinen Wünschen zu konfigurieren, als beim Eee. Einige Anwendungen beim Aspire ließen sich nicht ohne „Gewalt“ schließen und auch beim Arbeiten hakte es ab und an.

Ein Blick auf die Konsole enthüllte mir die eigentliche Struktur des installieren Linux des Aspire one. Linux ist Linux. Grudsätzlich ja. Aber bei dieser Version, ich bin debian oder Suse gewohnt, musste ich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Es fehlte einfach irgendwie alles. Das kann auch eine voreingenommene Meinung sein, aber die schlechte Performance lässt sich nicht wegreden.

Wie dem auch sei. Ich habe nach ca. 2,5 Std. das Testen abgebrochen.

Urteil:
Ok, aber das Gefühl eines buggigen Betriebsystems einer buggigen Benutzeroberfläche bleibt.

Fazit:
Bootreihenfolge ändern und anderes Betriebsystem Linux installieren.

Update:
In dem Artikel Aspire one – Desktop anpassen beschreibe ich kurz, wie man den Desktop nach eigenen Wünschen anpassen kann.

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