Archiv

Archiv für die Kategorie ‘IT’

Mit WebDAV zum eigenen Onlinespeicher

8. Dezember 2010 Keine Kommentare

Einleitung

Wie Pilze aus dem Boden, treten immer mehr Anbieter für Onlinespeicher in Erscheinung. Bekannte Anbieter sind z.B. Dropbox, TeamSpace, SugarSync oder fiabee, um nur einige zu nennen. Sie begeistern immer mehr Leute mit Ihren Diensten rund um den Onlinespeicher. Dabei dreht es sich im Kern des Angebots meist um folgende Dienste:

  • Onlinespeicher, um von Überall auf Daten zugreifen zu können
  • Onlinespeicher, um Daten synchron zu halten
  • Onlinespeicher, um ggf. Daten zwischen mehreren Nutzern auzutauschen

Kurz um; Ein Netzlaufwerk im Internet.

Die meisten Anbieter stellen Ihre Dienste mit Lockangeboten auch kostenfrei zur Verfügung. Dann natürlich mit eingeschränkten Funktionen bzw. erheblich weniger Speicherplatz.

Jeder, der über einen eigenen Root-Server bzw. Managed-Server verfügt kann sich jedoch selbst einen eigenen Onlinespeicher erstellen. Das “Zauberwort” hierfür ist WebDAV.

Vereinfacht dargestellt ist WebDAV eine Erweiterung des HTTP-Protokolls und ermöglicht schreibenden Zugriff auf Webspace. Hier sei mir der Verweis auf Wikipedia gestattet.

Wenn man kurz über WebDAV nachdenkt, dann eröffnen sich einem einige Möglichkeiten und man kommt zu dem Schluss, dass oben genannte Punkte sich mit WebDAV umsetzen lassen und ggf. von den Anbietern der Onlinespeicherdienste möglicher Weise sogar mit Hilfe von WebDAV umgesetzt sind.

Ein nicht zu unterschätzender Aspekt und letztlich Argument für den Einsatz von WebDAV ist die Tatsache, dass die meisten Webserver und die meisten Dateimanager WebDAV unterstützen.

Zielsetzung

Natürlich ist es mir mit entsprechendem Aufwand möglich alle erdenklichen Anwendungsfälle zu betrachten, umzusetzen und entsprechend zu dokumentieren. Ich entscheide mich jedoch bewusst gegen diese Betrachtung. Ich werde im Folgenden meinen Anwendungsfall beschreiben und dokumentieren.

Ich benötigte einen Onlie-Speicherplatz, um immer und überall auf bestimmte Daten zugreifen zu können. Wichtig war für mich, dass sowohl die Authentifizierung als auch der Datenaustausch verschlüsselt ist und ausschließlich ich Zugriff habe. Dabei war es mir egal, ob ich ein “gültiges” SSL-Zertifikat habe oder nicht.

Umsetzung

Die Umsetzung ist recht einfach und in wenigen Schritten vollzogen.

  • SSL-Zertifikat besorgen bzw. erstellen und installieren
  • Passwortdatei erstellen, falls AuthType Basic gewollt ist
  • Webserver konfigurieren
  • fertig

Da ich nicht zwingend ein gültiges SSL-Zertifikat benötige, habe ich mir mit “openssl” selbst ein 1024 Bit starkes Zertifikat erstellt und entsprechen installiert. Im Internet gibt es “X” Verschiedene Tutorials, um ein SSL-Zertifikat selbst zu erstellen und zu installieren. Ich gehe deshalb hier nicht weiter darauf ein.

Ähnlich kurz möchte ich auf den Punkt “Passwortdatei erstellen” eingehen. Diese wird benötigt, wenn AuthType Basic für die Authentifizierung am Server genutzt wird. Als Hinweis sei hier nur kurz anzumerken, dass diese Datei nicht im Document root vom Webserver liegen sollte.

Um den Webserver zu konfigurieren muss dem Webserver zunächst gesagt werden, dass er nun auch WebDAV können soll. Dazu müssen im Webserver die entsprechenden Module geladen werden. Nach dem dieses sichergestellt wurde, fehlt lediglich die Konfiguration für den Online-Speicherplat über WebDAV. Hierzu habe ich eigens eine Virtual Host Konfiguration angelegt:

DavLockDB /srv/www/htdocs/DavLock

<VirtualHost 123.456.789.111:443>
ServerName www.yourdomein.tld
ServerAlias hostname.yourdomain.tld
DocumentRoot /srv/www/htdocs
SSLEngine on
SSLCertificateFile /etc/apache2/ssl.crt/server.crt
SSLCertificateKeyFile /etc/apache2/ssl.key/server.key
<Directory “/srv/www/htdocs/onlinespeicher”>
DAV On
ForceType text/plain
AuthType Basic
AuthName “egal was hier steht”
AuthUserFile /home/user1/.htpasswd
<Limit COPY DELETE LOCK MKCOL MOVE POST PUT UNLOCK>
require valid-user
</Limit>
</Directory>
</VirtualHost>

It works…

Post ausdrucken Post ausdrucken

VNC über einen SSH-Tunnel

24. November 2010 Keine Kommentare

So ziemlich jeder Systemadministrator kennt VNC (Virtuel Network Computing). Über VNC lassen sich entfernte Rechner über das Netzwerk oder das Internet fernadministrieren. Dabei wird die laufende Desktopsitzung des zu administrierenden Rechners über das Netz an den Systemadministrator übermittelt. Grundvoraussetzung dabei ist natürlich ein sogenannter VNC-Server, der die Verbindung zur Verfügung stellt und ein sogenannter VNC-Client, der die Verbindung zum Server aufbaut. Der VNC-Server läuft dabei auf dem Rechner, der zu administrieren ist.

Am häufigsten wird VNC sicherlich in großen Netzwerken verwendet. Das erspart einem Systemadminstrator unter Umständen viel Zeit. VNC ist dabei für viele Betriebssysteme erhältlich und erfreut sich einer zunehmenden Beliebtheit.

Innerhalb eines gesicherten Netzwerkes ist die Nutzung von VNC auch “unbedenklich”. Was aber, wenn ein Rechner außerhalb eines gesicherten Netzwerkes administriert werden muss? Da die Datenübertragung einer VNC-Session unverschlüsselt erfolgt, stellt sich die Frage, wie z.B. über das Internet eine VNC-Session abzusichern ist?

Diese Fragestellungen gilt es im Folgenden zu klären.

Zielsetzung

Mit Mac OS X oder Linux eine VNC-Session zu einem über das Internet erreichbaren Linuxhost durch einen SSH-Tunnel

SSH (Secure Shell)

Was SSH genau ist und wie SSH funktioniert, möchte ich hier nicht weiter erläutern, sondern verweise gerne auf Wikipedia. Nur so viel: Daten, die über SSH transportiert werden, sind verschlüsselt und können nicht ohne Weiteres ausgelesen werden.

Administratoren nutzen SSH, um sich z.B. auf entfernten Rechnern sicher anzumelden. Die Kommunikation findet dann aber zumeist auf Kommandozeilenebene statt.

VNC-Server

Der VNC-Server auf einem Linuxhost ist relativ einfach zu bedienen. Fast jede Linux Distribution hat standardmäßig einen VNC-Server dabei. Falls nicht, ist es aber meist nicht schwer, den VNC-Server zu installieren. Ist der VNC-Server installiert, reicht ein einfacher Befehl “vncserver” auf der Kommandozeile, um den VNC-Server zu starten. Ich bevorzuge jedoch folgenden Befehl:

  • vncserver -geometry 1280×1024

Damit erhalte ich die Auflösung von 1280×1024 Bildpunkten bei der VNC-Session.

Auf meinem Testsystem quittiert mir der VNC-Server nach dem Starten also die neue Desktop-Session wie folgt:

  • New ‘X’ desktop is meintesthost:1

Die “1″ hinter dem Hostnamen zeigt, dass hier die erste Desktop-Session initialisiert wurde. Jede weitere würde die Zahl je um eins erhöhen (nur so als Randinfo…).

Aufbau des SSH-Tunnels

Der Aufbau einer SSH-Verbindung zu einem entfernten Linuxhost ist einfach. Hier gibt es SSH-Clients oder man bedient sich ganz einfach “old school” der Konsole. Ich mache es kurz und schmerzlos – den SSH-Tunnel initialisiert man mit folgendem Befehl:

  • ssh -N -L 5900:localhost:5901 user@linuxhost.de

Dabei wird definiert, welcher lokale VNC-Port zum externen VNC-Port weitergeleitet wird. Wird der Tunnel über die Konsole “gegraben”, so bleibt das Termial bzw. die Konsole für die Dauer der VNC-Session blockiert.

VNC-Session

Um nun die VNC-Session vom entfernten Host über den SSH-Tunnel zu bekommen, muss lediglich per VNC-Client eine Verbindung zum Tunnel aufgebaut werden, nicht jedoch zum entfernten Host. Ein herkömmlicher freier VNC-Viewer als Client ist vollkommen ausreichend, um die Verbindung herzustellen.

Dabei ist lediglich darauf zu achten, dass als VNC-Server nicht der entfernte Host anzugeben ist, sondern der eigene Rechner, also in der Regel “localhost”. Jetzt noch den richtigen Port angeben und schon steht die VNC-Session über dem SSH-Tunnel.

Das sollte dann so aussehen: localhost:5900

Artikelupdate ->Windows

Ich habe heute einen interessanten HowTo gefunden, welcher das Gleiche für Windows-Nutzer beschreibt.

Post ausdrucken Post ausdrucken

FreeNas auf Acer Aspire easyStore H340

8. Juni 2010 28 Kommentare

easyStore H340Media Markt und noch einige andere Verkäufer vertreiben schon einige Zeit lang den kleinen leisen Storageserver von Acer, den easyStore H340.

Auch ich habe den Aspire easyStore H340 schon einige Zeit im Einsatz. Erst nutzte ich ca. einen Monat das auf dem Server vorinstallierte Betriebssystem Windows Home Server, wechselte dann jedoch auf Ubuntu Linux. Eigentlich war ich mit Ubuntu sehr zufrieden. Dennoch passte es mir nicht, dass ich teile einer Festplatte zum Unterbringen des Betiebssystems nutzen musste.

Eine Serverlösung musste her, die auf den internen Flash-Speicher des Acer Aspire easyStore H340 passte. Ja, wer sich die Hardwarekomponenten einmal näher anschaut, stellt fest, dass ein interner 256 MB großer Flash-Speicher vorhanden ist.

Schnell ist mir “FreeNas” eingefallen. FreeNas ist eine auf FreeBSD basierende Storage-Server Lösung, die sehr einfach und schmal gehalten ist. Eine Insallation auf den internen Flash-Speicer des H340 ist ohne weiteres möglich und verbraucht nur ca. 85 % des Flash-Speichers. Nach der Installation können die eingesetzten Festplatten ausschließlich zum Speichern von Daten verwendet werden.

Aber wie installiert man ein FreeNas auf dem easyStore H340? Folgend eine Schritt für Schritt Anleitung, die auf meinem H340 zum gewünschten Erfolg führte. Zunächst in einer Übersicht die übergeordneten Installationsschritte:

  1. Vorbereitende Arbeiten
  2. Grafikkarte/Tastatur installieren
  3. Externes CD/DVD ROM oder bootbaren USB-Stick anschließen
  4. Bootreihenfolge im BIOS anpassen
  5. FreeNas installieren
  6. Marvell Yukon Treiber für Gigabit Ethernet Schnittstelle installieren
  7. Checksummenbildung für Gigabit Ethernet Schnittstelle deaktivieren

1. Vorbereitende Arbeiten

Bevor man mit der eigentlichen Installation beginnen kann sollte FreeNas heruntergeladen werden. Anschließen muss die Entscheidung getroffen werden, ob man die Installation von FreeNas von einer bootbaren CD oder von einem bootbaren USB-Stick vornehmen will. Ich habe mich dafür entschieden von CD zu booten. Entsprechen muss das Medium vorbereitet werden. In meinem Fall erstelle ich mir eine bootbare CD mit dem FreeNas Image.

2. Grafikkarte/Tastatur installieren

Hier möchte ich gerne auf einen Artikel verweisen, den ich vor einiger Zeit schrieb. Ich beschreibe hier, welche Grafikkaten z.B. in den Acer Aspire easyStore H340 eingebaut werden können. Außerdem gehe ich in diesem Bericht auch darauf ein, was zu tun ist, um eine Tastatur anzuschließen, da der H340 eigentlich kein Anschluss von Eingabegeräten zulässt. Siehe hier nachfolgenden Link:

3. Externes CD/DVD ROM oder bootbaren USB-Stick anschließen

Nach dem Hinzufügen der Grafikkarte, einer Tastatur und Maus (eine Maus ist jedoch für das weitere Vorgehen nicht notwendig), kann der easyStore H340 grundsätzlich wie ein normaler PC verwendet werden. Es fehlt nun noch das Anschließen des mit dem FreeNas Image bestückte Medium. In meinem Fall also das externe CD/DVD ROM Laufwerk.

Nun muss der easyStore H340 gestartet werden. Wenn bis hier alles richtig gemacht wurde, müsste nun auch von der Grafikkarte ein Bild ausgegeben werden und der Computer müsste auf Tastaturbefehle reagieren.

4. Bootreihenfolge im BIOS anpassen

Damit der Aspire easyStore H340 nicht direkt versucht von der Festplatte zu Booten, muss die Bootreihenfolge im BIOS angepasst werden. Durch das direkte Betätigen der F2- oder Entfernen-Taste unmittelbar nach dem Einschalten des Servers, gelangt man in das BIOS. Hier lässt sich die Bootreihenfolge unter dem Menüpunkt “Boot” einstellen.

An erster Stelle der angeschlossenen Medien muss hier das Medium mit dem FreeNas Image gewählt werden. Also entweder der USB-Stick oder das CD/DVD ROM Laufwerk. Ich wählte als erstes Bootdevice also mein angeschlossenes CD/DVD Laufwerk an die erste Stelle.

Als zweite Bootdevice in der Liste habe ich dann den internen Flash-Speicher definiert und dann erst die installieren Festplatten. So ist sichergestellt, dass nach der Installation von FreeNas und dem entfernen des Installationsimages immer zuerst vom Flash-Speicher gebootet wird.

Konfiguration speichern und Neustart.

5. FreeNas installieren

Nach dem Neustart sollte nun das entsprechende Bootmedium gestartet werden. Die grundlegende Installation ist denkbar einfach und bedarf keiner weiteren Erklärung. Wer doch eine Anleitung benötigt, dem empfehle ich folgende Links:

Tipp:
Das Entfernen der Festplatten vor der Installation macht die diese etwas einfacher.

Grundsätzlich wäre damit die Installation bereits abgeschlossen und man könnte anfangen sich sein FreeNas so zu konfigurieren, wie es gewünscht ist. Doch leider erkennt FreeNas die eingebaute Gigabit Ethernet Schnittstelle nicht, so das kein Netzwerkzugriff möglich ist. Dieser ist jedoch von elementarer Wichtigkeit, um die grundlegenden Funktionen von FreeNas nutzen zu können.

6. Marvell Yukon Treiber für Gigabit Ethernet Schnittstelle installieren

Damit FreeNas mit der Onboard Gigabit Ethernet Schnittstelle funktioniert muss der entsprechende Treiber installiert und eine System-Datei aus eines FreeBSD Images zu FreeNas hinzugefügt werden.

  1. Als erstes müssen folgende Dateien heruntergeladen werden: if_myk.ko und libmbpool.ko
    Die Datei if_myk.ko ist Teil des Treiberparketes für die Gigabit Ethernet Schnittstelle und kann unter folgendem Link bezogen werden: http://www.marvell.com/support.html
    Der zu verwendene Treiber für mein easyStore H340 ist Gigabit (10/100/1000) Marvell Yukon 88E8071
    Die Datei libmbpool.ko ist teil einer FreeBSD Insallation und muss von dort bezogen werden.

    Alternativ stelle ich beide Dateien, die ich verwendet habe folgend zum Download zur Verfügung:
    Download if_myk.ko und libmbpool.ko

  2. Heruntergeladene Dateien auf einen USB-Stick kopieren
  3. Auf die Komandozeile (Shell) gehen. Auswahlmenüpunkt Nummer 6
  4. USB-Stick mounten
    # mkdir /mnt/usb
    # mount_msdosfs /dev/da1s1 /mnt/usb
  5. Internen Flash-Speicher für Schreibzugriff neu mounten
    # umount /cf
    # mount -o rw /cf
  6. Heruntergeladene Dateien nach /cf/boot/kernel/ kopieren
    # cp /mnt/usb/if_myk.ko libmbpool.ko /cf/boot/kernel/
  7. loader.conf editieren
    # nano /cf/boot/loader.conf
    … Die Datei loader.conf öffnet sich im Editor nano. Am Ende der Datei muss die Zeile
    if_myk_load=”YES”
    hinzugefügt werden. Hier gibt es Hilfe zur Bedienung des Editors.
  8. Neustart des Systems
    # reboot

Wenn alles richtig gemacht wurde, müsste nun die Gigabit Ethernet Schnittstelle funktionieren und kann unter Auswahlmenüpunkt 2 für myk0 entsprechend konfiguriert werden.

7. Checksummenbildung für Gigabit Ethernet Schnittstelle deaktivieren

Im letzten Schritt muss die Checksummenbildung für die Gigabit Ethernet Schnittstelle deaktiviert werden. Ich hatte das Problem, dass ich nach einem Reboot des FreeNas nicht mehr über das Webfrontend auf den Server zugreifen konnte. Ich musste immer erst die Netzwerkkonfiguration neu durchführen oder auf der Konsole den Befehl

# ifconfig myk0 -rxcsum

ausführen, um mich dann anmelden zu können.

Sobald man dann im Webfontend eingeloggt ist, sollte man im Bereich “Netzwerk”->”LAN” folgenden Eintrag bei den “Extra Optionen” vornehmen:

-rxcsum

Anschließend speichern und das System neu starten. Nun sollte es möglich sein, direkt nach dem Bootvorgang sich am Webfrontend anzumelden.

KategorienIT Tags:
Post ausdrucken Post ausdrucken

Der Acer easyStore H340 im Überblick

13. Februar 2010 Keine Kommentare

So eben habe ich dieses Video über den Acer Aspire easyStore H340 im Netz gefunden. Es gibt einen kleinen Überblick über die Funktion der kleinen Storage-Lösung.

Post ausdrucken Post ausdrucken

Linux auf Acer easyStore H340

7. Februar 2010 17 Kommentare

“Der Acer ASPIRE easyStore H340 ist eine kleine meist für den Heimbetrieb einsetzbare Storagelösung. Des weiteren lässt sich mit dem vorinstalliertem Windows Home Server der easyStore auch als Mediaserver einsetzten. Der im H340 verbaute Prozessor (Atom 1,6 GH) und Arbeitsspeicher (2 GB) sind dafür vollkommen ausreichend. Ferner lässt sich der easyStore mit diversen Applikationen erweitern, so dass aus dem kleinen Würfel ein kleines Multifunktionswunder wird, der im Gegensatz zu anderen Storagelösungen sehr leise seinen Dienst tut.”

Das waren die einleitenden Worte des  Posts “Grafikkarte für den Acer Aspire easyStore H340″ vor kurem hier in diesem Blog. Ich berichtete wie man den Acer Aspire easyStore H340 zu einem vollwertigen Desktop-PC umrüstet. Diese Umrüstung ist Voraussetzung und Ansazpunkt für diesen Post.

Viele stehen einer Storagelösung basierend auf dem Betriebssystem Windows Home Server oder generell Windows jedoch skeptisch gegenüber. Insbesondere beim Acer easyStore H340 ist das Betriebssystem auf einer Partition der ersten Festplatte installiert. Obwohl dem Besitzer des easyStore H340 duch die sogenannte “Ordnerduplizierung” Datensicherhiet suggeriert wird, sind die Daten nicht wirklich sicher. Sollte die erste Festplatte (Systemplatte) ausfallen, so ist der H340 nicht mehr lauffähig.

Tipp:

Die nicht beschädigten Festplatten lassen sich in externe USB-Gehäuse einbauen und dann ganz normal als externes Laufwerk an einen PC anschließen. Die Daten lassen sich dann mühsam von den einzelnen Festplatten zusammensuchen.

Installation von Linux auf dem Acer Aspire easyStore H340

Nach dem Einbau der Grafikkarte und dem Setzen des Jumpers funktioniert der easyStore H340 grundsätzlich wie ein normaler Desktop-PC. Für die Installation muss nun im BIOS die Bootreihenfolge geändert werden. Um ins BIOS zu gelangen drückt man beim Bootvorgang die “Entfernen”-Taste.

Da der easyStore über kein Optisches Laufwerk verfügt, muss ein alternatives Bootmedium angeschlossen werden. Hier empfiehlt es sich ein externes Optisches Laufwerk zu nutzen oder ein USB-Stick mit einem bootfähigem Linux-Image anzuschließen. Ist das Bootmedium im BIOS entsprechend ausgewählt und das Bootdevice wird erkannt, kann die Installation von Linux beginnen.

KategorienIT Tags: , , , ,
Post ausdrucken Post ausdrucken

Remote Desktop Protokoll Clients

11. Januar 2010 Keine Kommentare

easyStore H340Es gibt viele Leute, die wie ich einen kleinen Server in Betrieb haben, um z.B. eine kleine Storagelösung oder einen Mediaserver zu realisieren.  Viele dieser Server verfügen jedoch nicht über eigene Schnittstellen für Monitor, Tastatur und Maus.

Im Zusammenhang mit dem Beitrag “Grafikkarte für Acer ASPIRE easyStore H340” habe ich die Verwendung des Remote Desktop Protokolls (RDP) erwähnt, um eine  Konsolensitzung auf einem entfernten Desktop-PC zu öffnen.

Die Resonanz auf den Beitrag, war gut. Zumeist kamen jedoch Fragen auf, wie denn RDP-Sitzungen und mit welchen RDP-Client hergestellt werden können. Aus gegebenen Anlass also nun dieser kleine Beitrag.

Ich befasse mich hier nicht mit den Protokolleigenschaften. Auch gehe ich davon aus, dass auf dem entfernten Rechner/Server der Terminaldienst über RDP aktiviert ist und die entsprechenden Ports in der Firewall offen sind. Ferner gehe ich davon aus, dass das bestehende Netzwerk die Kommunikation zwischen den Systemen ermöglicht (Pingtest ist erfolgreich).

Remote Desktop Protokoll Clients

Ein verbreitetet Irrtum ist, dass für eine RDP-Verbindung ein entsprechender Client heruntergeladen werden muss. Natürlich findet man hunderte verschiedene Clients, wenn man im Internet danach sucht. Die Bordeigenen Mittel einsetzen ist meist erst die zweite Überlegung vieler, leisten aber meist genau so gute Dienste wie ihre Artgenossen aus dem Netz. Nachfolgend eine kleine Übersicht der Clients, die ich nutze.

Windows

Der hauseigene RDP-Client von Windows ist “Remotedesktopverbindung”, kurz “mstsc.exe”. Der Client lässt sich sehr leicht öffnen, wenn unter “Ausführen” der Befehl mstsc.exe eingegeben wird. Noch einfacher ist jedoch eine  Verknüpfung zu diesem Client auf dem Desktop oder in der Schnellstartleiste. Dazu muss man jedoch wissen, wo der Client im System zu finden ist. Standardmäßig unter

  • C:\WINDOWS\System32\mstsc.exe

Linux

Je nach Linux-Distribution ist bereits ein RDP-Client installiert. Der bekannteste  Linux RDP-Client ist jedoch “rdesktop”. Das ist ein kleines Tool, welches aus der Konsole mit dem gleichnamigen Befehl “rdesktop” aufgerufen wird. Nach Eingabe des Befehls wird man nach Benutzername und Kennwort gefragt. Anschließend öffnet sich der Client. Die MAN Pages verraten welche Opionen bei der Eingabe des Befehls möglich sind, um den Client so zu öffnen, wie es gewünscht oder erforderlich ist.

Mac OSX

Unter Mac OSX ist mir kein Standardclient bekannt. Hier nutze ich den Remote-Desktop-Client 2.0 für Mac.

KategorienIT Tags: , ,
Post ausdrucken Post ausdrucken

Grafikkarte für Acer ASPIRE easyStore H340

1. Januar 2010 19 Kommentare

easyStore H340Der Acer ASPIRE easyStore H340 ist eine kleine meist für den Heimbetrieb einsetzbare Storagelösung. Des weiteren lässt sich mit dem vorinstalliertem Windows Home Server der easyStore auch als Mediaserver einsetzten. Der im H340 verbaute Prozessor (Atom 1,6 GH) und Arbeitsspeicher (2 GB) sind dafür vollkommen ausreichend. Ferner lässt sich der easyStore mit diversen Applikationen erweitern, so dass aus dem kleinen Würfel ein kleines Multifunktionswunder wird, der im Gegensatz zu anderen Storagelösungen sehr leise seinen Dienst tut.

Die Administration erfolgt entweder über die Windows Home Server-Konsole oder über eine Standard RDP (Remote Desktop Protokoll) Verbindung. Vorzugsweise empfehle ich die Administration über RDP. Der Vorteil liegt aus meiner Sicht klar auf der Hand. Über RDP wird der normale Windows-Desktop über das Netzwerk “gestreamt”. So kann der Nutzer den Acer fast wie einen normalen Rechner verwenden. Die Home Server-Konsole bietet hingegen lediglich eine Administrationsoberfläche für die wichtigsten Konfigurationsmöglichkeiten.

Es gibt jedoch Situationen, wo ein lokaler Zugriff auf den easyStore H340 erforderlich wird. Es lassen sich aus meiner Sicht drei wichtige Situationen vorstellen:

  • Der Zugriff über das Netzwerk ist nicht mehr möglich. Gründe können sein, dass der Administrator versehentlich die notwendigen Ports der Windows internen Firewall geschlossen hat oder die Netzwerkkarte nicht mehr ordnungsgemäß arbeitet.
  • Es wird der Lokale Zugriff gewünscht, um z.B. ein anderes Betriebssystem zu installieren
  • Der Nutzer möchte den easyStore als normalen Desktop PC nutzen

Um den lokalen Zugriff auf den Rechner zu gewährleisten, werden entsprechende Eingabe- und Ausgabegeräte benötigt. Also Tastatur/Maus und Grafikkarte.

Der Acer ASPIRE easyStore H340 verfügt jedoch standardmäßig über keine VGA bzw. DVI Schnittstelle, um einen Monitor anzuschließen. Auch muss auf dem Motherboard des easyStore noch ein Jumper gesetzt werden, damit Tastatur und Maus per USB an den Rechner angeschlossen werden können und diese vom BIOS des Acers erkannt werden.

Motherboard easyStore H340

Motherboard easyStore H340

Der zu setzende Jumper befindet sich oberhalb der Batterie für das BIOS (siehe Grafik).

Dem Foto ist auch zu entnehmen, dass der easyStore H340 eine PCIe Schnittstelle besitzt. Jedoch lassen sich über diese Schnittstelle nur PICe 1x Grafikkarten installieren. Die aktuellen Grafikkarten sind jedoch meist PCIe 16x. Passende Grafikkarten für den Acer sind z.B.:

  • Matrox Millenium G550 PCe 1x (ca. 110 Euro)
  • Club 3D HD4350 PCIe 1x LP (ca. 40 Euro)
  • Club 3D GS8400 PCIe 1x LP (ca. 40 Euro)

Zu berücksichtigen ist jedoch, dass der Platz für den Einbau einer Grafikkarte sehr begrenzt ist. Soll die Grafikkarte passiv gekühlt sein, muss darauf geachtet werden, dass der Kühlkörper nicht zu hoch ist. Außerdem wird bei den Club 3D Karten empfohlen mindestens ein 350 Watt Netzteil zu verwenden. Mein Test mit der Club 3D HD4350 hat jedoch gezeigt, dass die Stromversorgung im Normalbetrieb ausreichend sind. Nicht getestet habe ich das Verhalten unter Volllast der Grafikkarte.

Nach setzen des Jumpers und Einbau der Grafikkarte kann der easyStore H340 wie ein normaler PC verwendet werden. Damit der Acer nach dem Bootvorgang auch die Anzeige über die installierte Grafikkarte vornimmt, muss zuvor im Abgesicherten Modus (F8 beim Booten) gebootet werden. Nach Installation der mitgelieferten Grafikkartentreiber und nach Deaktivierung des internen Grafikchips des easyStore, bootet der easyStore wie ein normaler Desktop PC.

KategorienIT Tags: , ,
Post ausdrucken Post ausdrucken

Seiten-ID in WordPress finden

15. November 2009 1 Kommentar

Seit der Version 2.5 sind Seiten-IDs nicht mehr im Backend von WordPress zu finden. Grundsätzlich auch kein Problem. WordPress kommt auch ohne IDs aus und schlussendlich kann man die ID immer noch über die URL in Erfahrung bringen.

Z.B.: http://ihredomain.de/?page_id=12

Was aber, wenn man wie ich die Permalinkstruktur so verändert hat, dass die Page ID nicht mehr in der URL angezeigt wird und man die IDs nun aber für eine individuelle Seitennavigation benötigt.  Als Beispiel sei nur einmal das Widget angesprochen, mit welchem man in der Sidebar seine Seiten anzeigen lassen kann.

Ohne den Weg über die Datenbank zu gehen, gibt es zwei Wege, wie man doch an die Page ID kommt.

  1. Im Backend mit der Maus über den Link zur Seite fahren. In der Statuszeile des verwendeten Webbrowser wird dann der WordPress interne Link angezeigt. Dieser sollte in etwa so aussehen:
    http://ihredomain.de/wp-admin/page.php?action=edit&post=567
    Die Zahl am Ende des Links gibt hier die ID der Seite wieder.
  2. Es gibt ein WP Pluglin, mit dessen Hilfe die Identifizierung ebenso ein Kinderspiel ist.
    Hier der Downloadlink: Reveal IDs for WP Admin

Hoffe geholfen zu haben.

KategorienIT Tags: ,
Post ausdrucken Post ausdrucken

Piwik als Alternative zu Google Analytics

25. Juni 2009 1 Kommentar

In meinem letzen Bericht habe ich über Google Analytics und ein evtl. damit verbundenes Risiko berichtet. Hier möchte ich kurz eine Alternative zu Google Analytics vorstellen.

piwik

Piwik. Man erkennt sofort Ähnlichkeiten zu dem Tool von Google. Das Prinzip ist auch sehr ähnlich. Genau wie bei Google Analytics wird ein Stück JavaScript Quellcode in den HTML-Code der zu analysierenden Webpräsenz eingefügt, der dann diverse Daten an Piwik übermittelt.

Anders als bei Google Analytics ist jedoch der Umstand, dass Piwik als Analysetool auf dem eigenen Server gehostet werden kann und die aufbereiteten Analysen unter eigener URL oder Domain zur Verfügung gestellt werden. Bei Google Analytics hingegen werden die auszuwertenden Daten an Google übermittelt und dort für den Nutzer unter einem Webfrontend optisch aufbereitet zur Verfügung gestellt.

Piwik ist Open Source Software unter GPL Lizenz. Man kann Piwik auf http://piwik.org/ kostenlos herunterladen. Wer einen eigenen Server betreibt oder Webspace mit MySQL Datenbankunterstützung besitzt, kann dieses Web Analytics Tool sehr einfach installieren.

Ich finde Piwik ist wirklich eine gute Alternative zu Google Analytics. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass Google über die Daten aus Google Analytics verfügt und somit ein ideales und kostengünstiges Marktforschungsinstument besitzt und hervorragend Internetnutzungsprofile erstellen kann.

Auch wenn Piwik in meinen Augen eine gute Alternative zu Google Analytics darstellt, befreit es den Nutzer nicht davon die Besucher seiner Webseite darauf hinzuweisen, dass gewisse Nutzungsdaten erhoben werden.

KategorienIT Tags: ,
Post ausdrucken Post ausdrucken

Google Analytics – Abmahnwelle droht

22. Juni 2009 1 Kommentar

Google Analytics genießt zweifellos einen guten Ruf, wenn es darum geht die eigene Webseite auf die Nutzung hin zu analysieren. So ist es bei Google Analytics möglich zu sehen,

  • wie viele Zugriffe die analysierte Webseite in einem bestimmten Zeitraum hat,
  • wie lange ein Besucher im Durchschnitt auf der Webseite verweilt,
  • wie hoch die Absprungrate ist,
  • wie viele Seiten pro Zugriff aufgerufen werden,
  • wo die Zugriffe herkommen,
  • welche Seiten der analysierten Webseite am meisten besucht sind und
  • vieles mehr.

Ich könnte die Liste noch endlich weiterführen.

In einem Bericht des Magazins “webselling” las ich kürzlich einen Artikel über Google Analytics. Dort wird vor der Benutzung von Google Analytics gewarnt. Zwar sei der Service kostenlos, dennoch gibt der Autor des Berichtes zu bedenken, dass nichts wirklich kostenlos sei. So werden die Informationen für Google Analytics bei Google selbst gesammelt. Daraus kann Google natürlich sehr gute Internetnutzungsprofile erstellen.

Und genau dort liegt der Haken. Die deutsche Rechtsprechung besagt nähmlich, dass das Einholen personenbezogener Daten ohne die Einwilligung des jeweilig Betroffenen zu Zwecken der Auswertung nicht zulässig ist. Personenbezogene Daten sind Daten, die auf eine bestimmte Person zurückfürhen lassen.

Nun stellt sich die Frage, ob mit hilfe von Google Analytics personenbezogene Daten erhoben werden. Der Bericht des Magazins “Web Selling” stellt über die Aussage eines Rechtsanwaltes klar, dass die Daten die durch Google Analytics erhoben werden Rückschlüsse auf die IP zulassen. Und IP-Adressen lassen sich zum Zeitpunkt der Nutzung auf Personen zurückführen.

An dieser Stelle sei also noch einmal dauf hingewiesen. Wenn Ihr Google Analytics nutzt, dann hohlt Euch die Einwilligung der Besucher Eurer Webseite.

KategorienIT Tags: ,
Post ausdrucken Post ausdrucken
Rss Feed Tweeter button Facebook button